Hall-Sensoren-Reed-Electronics-AG-2

Hall Sensoren als Messwertgeber Mini

Kompakte Füllstandmessung mit Hall-Sensoren: Präzise Signalbildung, hohe Vibrationsfestigkeit und Integration in 4 bis 20 mA Systeme.

Was zeichnet die Hall Sensoren als Messwertgeber Mini aus?

Die kontinuierliche Füllstandmessung stellt hohe Anforderungen an Bauraum, Signalqualität und mechanische Belastbarkeit. Besonders in kompakten Behältern oder mobilen Anwendungen sind robuste und präzise Messsysteme gefragt, die sich zuverlässig in bestehende Industrieinfrastruktur integrieren lassen. 

Mit der Einführung einer Hall-basierten Messkette im Messwertgeber Mini erweitert die Reed Electronics AG ihr Portfolio gezielt für diese anspruchsvollen Einsatzbereiche. Die neue Lösung ergänzt die bewährten Reed-basierten Varianten und bietet eine Solid-State-Alternative für Anwendungen, in denen erhöhte Vibrationsfestigkeit, definierte Schaltpunkte und geringe Sensitivitätsstreuung im Vordergrund stehen. 

Entwickelt in Zusammenarbeit mit einem internationalen Halbleiterhersteller und basierend auf automotive-erprobter Technologie, wurde die Hall-Variante konsequent auf industrielle Anforderungen ausgelegt. Sie verbindet das kompakte Bauprinzip des Messwertgeber Mini mit einer aktiven Sensortechnologie, die ein definiertes elektrisches Ausgangssignal erzeugt und sich standardmässig in 4 bis 20 mA Systeme integrieren lässt. 

Damit entsteht eine zusätzliche Option innerhalb des bestehenden Produktportfolios, ohne die etablierten Stärken der klassischen Reed-Technologie zu ersetzen. Stattdessen erweitert die Hall-Messkette die Anwendungsmöglichkeiten des Messwertgeber Mini dort, wo mechanische Robustheit, Temperaturstabilität und reproduzierbares Schaltverhalten besonders entscheidend sind. 

Ausgangslage und Anforderungen in der Füllstandmessung 

Die kontinuierliche Füllstandmessung in kompakten Behältern stellt Entwickler und Betreiber vor mehrere Herausforderungen. Der verfügbare Einbauraum ist oft stark begrenzt, gleichzeitig müssen Messwerte stabil, reproduzierbar und über lange Zeiträume hinweg zuverlässig übertragen werden. Dies gilt insbesondere für Analysegeräte, industrielle Module, mobile Systeme oder Anwendungen in chemisch anspruchsvollen Umgebungen. 

Neben dem Bauraum spielen mechanische Belastungen eine zentrale Rolle. Vibrationen, Stösse oder wechselnde Einbaulagen können das Schaltverhalten beeinflussen. Auch Temperaturschwankungen wirken sich auf magnetische Systeme und elektronische Komponenten aus. Eine Füllstandlösung muss daher sowohl mechanisch stabil als auch temperaturbeständig ausgelegt sein. 

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Signalverarbeitung. In industriellen Anlagen wird häufig eine 4 bis 20 mA Stromschnittstelle eingesetzt. Dieses Signalformat gilt als robust gegenüber elektromagnetischen Störungen und eignet sich für längere Leitungswege. Die Sensortechnologie muss daher nicht nur mechanisch, sondern auch elektrisch sauber in bestehende Systeme integrierbar sein. 

Gleichzeitig variiert das Anforderungsprofil je nach Medium, Tankgeometrie und Einbausituation. Kleine Behälter, schmale Führungsrohre und geringe Schwimmerdurchmesser verlangen nach besonders kompakten Sensorkonzepten mit feiner Rasterung und präzise definierten Schaltpunkten. 

Vor diesem Hintergrund war die Weiterentwicklung des Messwertgeber Mini ein logischer Schritt. Ziel war es, die bestehende Bauform um eine Technologie zu ergänzen, die unter erhöhten mechanischen Belastungen und bei engen Toleranzen eine noch stabilere und reproduzierbare Messwertbildung ermöglicht. 

Ausgangspunkt im Portfolio von Reed Electronics AG 

Der Messwertgeber Mini ist innerhalb unseres Produktportfolios als besonders kompakte Lösung für die kontinuierliche Füllstandmessung positioniert. Die Bauform mit kleinem Rohrdurchmesser und reduziertem Schwimmerdurchmesser ermöglicht den Einsatz in engen Behältern und bei limitiertem Bauraum. Je nach Ausführung sind unterschiedliche Ausgangssignale realisierbar, darunter Widerstand, 0 bis 10 V sowie 4 bis 20 mA. 

In der klassischen Variante basiert der Messwertgeber Mini auf einer kunststoffumspritzten Reed-Schalter-Messkette. Ein Reed-Schalter ist ein passives, elektromechanisches Bauteil, das durch ein Magnetfeld betätigt wird und keine zusätzliche Versorgungsspannung benötigt. Diese Technologie zeichnet sich durch einfache Integration, klare Schaltpunkte und die Möglichkeit von EX-Ausführungen aus. 

Für viele Anwendungen ist diese Bauweise weiterhin die geeignete Lösung. Insbesondere dort, wo eine passive Signalgebung ohne separate Speisung gefordert ist oder einzelne definierte Schaltpunkte im Vordergrund stehen, bietet die Reed-Technologie klare Vorteile. 

Gleichzeitig zeigten bestimmte Anwendungen, dass unter erhöhten mechanischen Belastungen, bei hohen Vibrationsanforderungen oder bei besonders engen Toleranzvorgaben eine alternative Sensortechnologie zusätzliche Stabilität und Reproduzierbarkeit ermöglichen kann. Vor diesem Hintergrund wurde die Entscheidung getroffen, das bestehende Mini-Konzept technologisch zu erweitern, ohne die bewährte Reed-Variante zu ersetzen.

Die Lösung: Hall-basierte Messkette im Mini-Format 

Mit der Einführung einer Hall-basierten Messkette erweitern wir den Messwertgeber Mini um eine aktive Sensortechnologie. Ziel war es, die kompakte Bauform beizubehalten und gleichzeitig eine höhere mechanische Robustheit sowie eine präzisere Signalbildung zu ermöglichen. 

Im Unterschied zum Reed-Schalter handelt es sich bei einem Hall-Sensor um ein aktives elektronisches Halbleiterbauteil. Es benötigt eine Versorgungsspannung und erzeugt ein definiertes elektrisches Ausgangssignal. Das Schaltsignal entsteht durch die Auswertung des Hall-Effekts, also der Spannungsänderung in einem Leiter oder Halbleiter, wenn dieser einem Magnetfeld ausgesetzt wird. Mechanische Kontakte sind dabei nicht erforderlich. 

Schwimmerschalter Füllstandmessung Analysegeräte Labor Reed Electronics

Für den Einsatz im Messwertgeber Mini wurde die Hall-Technologie in Form einer durchgehenden Messkette integriert. Die Sensoren werden entlang des Führungsrohres angeordnet und detektieren die Position des magnetischen Schwimmers. Das resultierende Signal kann standardmässig als 4 bis 20 mA Stromsignal ausgeführt werden

Je nach Anwendung können die Hall-Sensoren zusätzlich mit einer 2K-Vergussmasse geschützt werden. Dieser Verguss erhöht die Vibrationsfestigkeit und verbessert den Schutz gegenüber Umwelteinflüssen, ist jedoch nicht in jeder Ausführung zwingend erforderlich. 

Technologischer Ansatz und Aufbauprinzip 

Die Hall-basierte Ausführung des Messwertgeber Mini folgt dem gleichen mechanischen Grundprinzip wie die klassische Variante: Ein Schwimmer mit integriertem Permanentmagnet bewegt sich entlang eines Führungsrohres entsprechend dem Füllstand des Mediums. Der Unterschied liegt in der Art der Signalaufnahme. 

Anstelle mechanischer Kontakte werden entlang des Rohres Hall-Sensoren positioniert. Diese erfassen das Magnetfeld des Schwimmers kontaktlos und wandeln die magnetische Feldänderung in ein elektrisches Signal um. 

Durch den Verzicht auf mechanische Schaltkontakte entsteht eine rein elektronische, kontaktlose Messkette. Dies reduziert mechanisch bedingte Verschleissmechanismen und minimiert die Empfindlichkeit gegenüber Vibrationen oder Stössen. 

Ein weiterer technischer Aspekt ist die definierte magnetische Empfindlichkeit der Hall-Sensoren. Diese kann auf das eingesetzte Magnetsystem abgestimmt werden. Dadurch lassen sich reproduzierbare Schaltpunkte und eine gleichmässige Schrittauflösung innerhalb der Messkette realisieren. 

Das grundlegende Funktionsprinzip lässt sich wie folgt zusammenfassen: 

  • Der Schwimmer enthält einen definiert ausgelegten Permanentmagneten. 
  • Entlang des Führungsrohres sind Hall-Sensoren in einem festen Raster angeordnet, standardmässig 5 mm. 
  • Bewegt sich der Schwimmer, verändert sich das Magnetfeld an der jeweiligen Sensorposition. 
  • Der Hall-Sensor detektiert diese Feldänderung und gibt ein definiertes elektrisches Signal aus. 
  • Die Auswerteelektronik formt daraus ein normiertes Ausgangssignal, beispielsweise 4 bis 20 mA. 

Signalverarbeitung und Integration in 4 bis 20 mA Systeme 

In industriellen Anwendungen hat sich die 4 bis 20 mA Stromschnittstelle als robuster Standard für analoge Prozesssignale etabliert. Das Stromsignal ist vergleichsweise unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen und ermöglicht auch über grössere Leitungsdistanzen eine stabile Signalübertragung. Zudem kann ein Leitungsbruch eindeutig erkannt werden, da Ströme unterhalb von 4 mA als Fehlerzustand interpretiert werden. 

Die Hall-basierte Messkette des Messwertgeber Mini ist standardmässig für diese Schnittstelle ausgelegt. Die einzelnen Hall-Sensoren erfassen die Position des magnetischen Schwimmers in definierten Schritten. Eine integrierte Auswerteelektronik verarbeitet diese Signale und erzeugt daraus ein normiertes Stromsignal im Bereich von 4 bis 20 mA, das proportional zum Füllstand ausgegeben wird. Die Integration in bestehende Anlagen gestaltet sich dadurch planbar und systemkompatibel.  

Je nach Anwendung sind auch alternative Ausgangssignale realisierbar. Die 4 bis 20 mA Variante bietet jedoch insbesondere in anspruchsvollen Industrieumgebungen eine robuste und standardisierte Lösung für die kontinuierliche Füllstandüberwachung. 

Engineering Projektmanagement Reed Electronics AG

Engineering - Reed Electronics AG

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Wo Reed-Schalter weiterhin die richtige Wahl sind 

Trotz der Erweiterung um eine Hall-basierte Messkette bleibt die Reed-Technologie ein zentraler Bestandteil unseres Portfolios. In vielen Anwendungen bietet der Reed-Schalter konstruktive und funktionale Vorteile, die durch aktive Sensortechnologien nicht ersetzt werden. 

Ein Reed-Schalter ist ein passives, magnetisch betätigtes Schaltelement. Er benötigt keine eigene Versorgungsspannung und erzeugt sein Schaltsignal ausschliesslich durch das anliegende Magnetfeld. Diese Eigenschaft ist insbesondere dort relevant, wo einfache, energieunabhängige Lösungen gefragt sind. 

Die Reed-Technologie zeichnet sich zudem durch ein klares Schaltverhalten und eine seit Jahrzehnten bewährte Bauweise aus. In vielen industriellen Standardanwendungen erfüllt sie die Anforderungen vollständig und wirtschaftlich. 

Typische Anwendungsfälle, in denen Reed-Schalter weiterhin sinnvoll sind: 

  • Anwendungen ohne verfügbare Speisung für aktive Sensorik 
  • Einzelne definierte Schaltpunkte anstelle kontinuierlicher Messung 
  • ATEX- oder EX-Bereiche, in denen passive Lösungen konstruktive Vorteile bieten 
  • Systeme mit sehr einfacher elektrischer Integration, beispielsweise als reiner Grenzwertkontakt 

Kundenspezifische Umsetzungsmöglichkeiten mit dem Messwertgeber Mini 

Der Messwertgeber Mini ist als modular aufgebautes System konzipiert. Dadurch lässt sich sowohl die klassische Reed-Variante als auch die Hall-basierte Ausführung an spezifische Applikationsanforderungen anpassen. Ziel ist es, unterschiedliche Tankgeometrien, Medien und Einbausituationen technisch sauber abzubilden. 

Ein zentrales Konstruktionsmerkmal ist das definierte Messraster. Standardmässig wird eine Schrittauflösung von 5 mm realisiert. Abweichende Rasterabstände können projektspezifisch umgesetzt werden, sofern dies die Anwendung erfordert. Damit lässt sich die gewünschte Auflösung an das Volumen, die Behälterform oder die Regelstrategie anpassen. 

Auch die mechanische Ausführung ist variabel. Je nach Medium und Umgebungsbedingungen stehen unterschiedliche Materialien für Rohr, Schwimmer und Gehäuse zur Verfügung. Optional sind zusätzliche Schutzmassnahmen wie  

Darüber hinaus sind Kombinationen mit Temperatursensoren wie PT100 oder PT1000 möglich. Dadurch können Füllstand- und Temperaturinformationen in einer gemeinsamen Sensoreinheit zusammengeführt werden. 

Durch diesen modularen Ansatz entsteht eine flexible Plattform, die sowohl für Standardanwendungen als auch für kundenspezifische Sensorkonzepte geeignet ist. Die Hall-basierte Messkette erweitert dieses Baukastensystem um eine zusätzliche Technologieoption für besonders anspruchsvolle Einsatzbedingungen. 

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