Schwimmerschalter Vertikale

Schwimmerschalter um 90 Grad gebogene aus Edelstahl für die Grenzstanderfassung

Vertikale und um 90 Grad gebogene Schwimmerschalter dienen der punktuellen Grenzstanderfassung in flüssigen Medien. Je nach Einbausituation, Behältergeometrie und gewünschter Schaltfunktion kommen unterschiedliche Bauformen infrage. Reed Electronics AG bietet dafür modulare und kundenspezifisch auslegbare Lösungen, die sich unter anderem hinsichtlich Einbaulage, Schaltpunkten, Werkstoffen und Anschlussarten an die jeweilige Anwendung anpassen lassen.

Reed Electronics Schwimemrschalter vertikal gebogen
  • für seitlicher Einbau
  • Artikel 17820 (G1/4″) ab Lager verfügbar
  • Kostengünstig
  • Kundenspezifische elektrische und mechanische Anschlüsse
  • miniaturisierte Bauform
  • Optional in Lebensmittel-Ausführung (Elektropolitur)
  • Optional in EX-Ausführung
  • Zuverlässig
  • Wartungs- und verschleissfrei
  • Einfacher Einbau
  • Keine Programmierung erforderlich
  • Potentialfreier Kontakt

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TECHNISCHE ANGABEN

  • Mechanische Anschlüsse

    G1/8", G1/4", PG7
    (optional inkl. Kontermutter)

  • Materialien Mechanik

    Edelstahl

  • Materialien Schwimmer

    Edelstahl

  • Dimensionen Schwimmer

    Ø 27mm

  • Dimensionen Rohr

    Ø 8mm

  • Sensorlänge

    Individuell in mm ab Dichtkante

  • Einbauarten

    Seitlicher Einbau von innen

  • Einbaulage

    Schwimmer max. 30° Abweichung / Einbauwinkel Rohr 90°C

  • Anzahl Schaltpunkte

    1

  • Elektrische Anschlüsse

    Kabel, Steckverbindung oder nach spezifischem Kundenwunsch

  • Materialien Kabel

    PVC, PUR, Silikon, FEP oder nach spezifischem Kundenwunsch

  • Schaltfunktion

    Öffner (NC) oder Schliesser (NO), Änderung durch Drehen des Schwimmers

  • Max. Schaltleistung

    10W

  • Max. Schaltspannung

    25V/AC, 50V/DC (optional 230V/AC)

  • Temperturbereich

    -20 °C bis 200 °C
    (von Schwimmer und Material abhängig)

  • Druckbereich

    Darf im Druckbereich nicht als sicherheitsrelevante Begrenzungseinrichtung eingesetzt werden.
    P max. auf Anfrage, der Druckbereich ist immer vom Schwimmer abhängig.

  • Schutzart

    IP 67

  • Zulassungen

    EX-Ausführung, Lebensmittel (Elektropolitur)

  • Baugruppe

    Einbau in Baugruppe möglich

  • Hinweis

    Die Sensoren basieren auf einer modularen Bauweise und können individuell zusammengestellt werden.

Bauformen & Anwendungen 

Die Auswahl der passenden Bauform ist ein zentraler Schritt bei der Auslegung von Schwimmerschaltern. Vertikale Schwimmerschalter, gebogene Ausführungen sowie Schwimmerschalter mit seitlichem Aufbau unterscheiden sich vor allem hinsichtlich Einbaulage, mechanischer Integration und zugänglicher Messpunkte. 

Vertikale Schwimmerschalter werden klassisch von oben oder unten in einen Behälter eingebaut und erfassen definierte Füllstände entlang einer senkrechten Achse. Diese Bauform eignet sich insbesondere dann, wenn ausreichend Einbauraum in vertikaler Richtung vorhanden ist und mehrere Schaltpunkte entlang eines Gleitrohrs benötigt werden. 

Demgegenüber stehen um 90 Grad gebogene Edelstahl-Schwimmerschalter, die speziell für seitliche Einbausituationen konzipiert sind. Sie werden bereits bei Reed mit definiertem Biegeradius gefertigt und anschliessend in dieser Form verbaut. 

Durch den definierten Biegeradius lässt sich der Schwimmerschalter an die jeweilige Behältergeometrie anpassen, ohne dass auf eine punktgenaue Grenzstanderfassung verzichtet werden muss. Dabei müssen Biegeradius, Einbauöffnung sowie die Platzverhältnisse im Tank für Montage und möglichen Ausbau frühzeitig geprüft werden. 

Ein Schwimmerschalter für den seitlichen Einbau wird direkt in die Behälterwand integriert. Diese Variante kommt typischerweise dann zum Einsatz, wenn eine Montage von oben nicht möglich oder nicht gewünscht ist. Der Schaltpunkt ist dabei fest an eine bestimmte Höhe im Behälter gekoppelt, was eine gezielte Überwachung einzelner Füllstände ermöglicht. 

Die unterschiedlichen Bauformen basieren in der Regel auf dem gleichen Funktionsprinzip, unterscheiden sich jedoch in ihrer mechanischen Ausführung und damit in ihren Einsatzmöglichkeiten. Eine anwendungsspezifische Auswahl stellt sicher, dass sowohl die Einbausituation als auch die funktionalen Anforderungen zuverlässig abgedeckt werden. 

Funktionsprinzip: Wie vertikale Schwimmerschalter arbeiten

Auch vertikale und gebobene Schwimmerschalter basieren auf einem einfachen, aber robusten Funktionsprinzip. Entlang eines Gleitrohrs bewegt sich ein Schwimmer, der einen integrierten Permanentmagneten enthält. Mit steigendem oder fallendem Flüssigkeitsstand folgt der Schwimmer dieser Bewegung und betätigt dabei an definierten Positionen einen im Rohr befindlichen Reedkontakt. 

Der Schaltvorgang erfolgt berührungslos durch das Magnetfeld des Schwimmers. Der Reedkontakt schliesst oder öffnet den Stromkreis, sobald der Schwimmer den entsprechenden Schaltpunkt erreicht. Je nach Ausführung kann die Schaltfunktion als Öffner, Schliesser oder Umschalter ausgelegt werden – jeweils bezogen auf einen steigenden Füllstand. 

Ein wesentlicher Vorteil dieser Bauform liegt in der klar definierten Anordnung der Schaltpunkte entlang des Gleitrohrs. Dadurch lassen sich verschiedene Füllstände innerhalb eines Behälters gezielt überwachen, beispielsweise für: 

Da der Schwimmer in vielen Fällen das einzige bewegliche Bauteil ist, ergibt sich bei bestimmungsgemässer Anwendung ein wartungsarmer Betrieb. Gleichzeitig ermöglichen potentialfreie Kontakte eine einfache Integration in bestehende Steuerungen, ohne dass zusätzliche Signalaufbereitung erforderlich ist.

Schwimmerschalter Lager Reed

Welche Auslegungsparameter bei vertikalen und gebogenen Schwimmerschaltern relevant sind

Die Auswahl und Auslegung von vertikalen und werkseitig gebogenen Edelstahl-Schwimmerschaltern erfolgt auf Basis mehrerer technischer und anwendungsspezifischer Parameter. Nur wenn diese frühzeitig berücksichtigt werden, lässt sich eine zuverlässige Funktion im späteren Betrieb sicherstellen. 

Ein zentraler Faktor ist die Geometrie des Behälters und die daraus resultierende Einbausituation. Sie bestimmt, ob ein vertikaler Schwimmerschalter oder eine um 90 Grad gebogene Ausführung für den seitlichen Aufbau technisch sinnvoll ist. In diesem Zusammenhang spielen auch verfügbare Einbauöffnungen, Einbautiefen, der erforderliche Biegeradius, Platzverhältnisse im Tank sowie mögliche Einschränkungen durch angrenzende Komponenten eine Rolle. 

Darüber hinaus sind die Schaltpunkte und deren Funktion festzulegen. Je nach Anwendung können ein oder mehrere Schaltpunkte erforderlich sein, beispielsweise zur Realisierung von Minimal- und Maximalstand oder mehrstufigen Steuerungen. Die Schaltfunktion wird dabei als Öffner, Schliesser oder Umschalter definiert. 

Weitere wichtige Auslegungsparameter sind: 

  • Temperaturbereich: Die zulässigen Einsatztemperaturen variieren je nach Bauform und Material.  
  • Mediendichte: Der Schwimmer muss auf die Dichte des Mediums abgestimmt sein, damit er zuverlässig auf- und abtaucht.  
  • Elektrische Kenndaten: Schaltleistung, Spannung und Strombelastbarkeit müssen zur nachgeschalteten Steuerung passen.  
  • Da viele dieser Parameter voneinander abhängig sind, erfolgt die Auslegung in der Praxis häufig kundenspezifisch. Ziel ist es, eine Lösung zu konfigurieren, die sowohl mechanisch in die Anlage passt als auch die gewünschten Schaltfunktionen zuverlässig abbildet. 
Mitarbeiter Produktion Sensoren löten Reed Electronics AG

Was bei Montage und Einbausituation zu beachten ist

Für eine zuverlässige Funktion von Schwimmerschaltern ist die korrekte Montage entscheidend. Sowohl bei vertikalen als auch bei werkseitig gebogenen Ausführungen beeinflussen Einbaulage, mechanische Randbedingungen und Umgebungsfaktoren das Schaltverhalten direkt. 

Ein grundlegender Punkt ist die Ausrichtung des Sensors. Vertikale Schwimmerschalter sollten möglichst nahe an der idealen Einbaulage betrieben werden. Grössere Abweichungen können dazu führen, dass sich der Schwimmer nicht frei entlang des Gleitrohrs bewegt und Schaltpunkte nicht sauber erreicht werden. 

Ebenso ist darauf zu achten, dass der Sensor spannungsfrei montiert wird und keine mechanischen Kräfte auf das Gleitrohr wirken. 

Weitere wichtige Aspekte bei der Montage sind: 

  • Sicherstellung ausreichender Bewegungsfreiheit für den Schwimmer im Medium  
  • Vermeidung von Einbausituationen mit starken Turbulenzen oder Anlagerungen  
  • Auswahl nicht ferromagnetischer Anschlusskomponenten, um das Magnetfeld nicht zu beeinflussen  
  • Berücksichtigung der Einbauöffnung, insbesondere bei Schwimmerdurchmessern grösser als die Öffnung  
  • Prüfung des erforderlichen Biegeradius sowie der Platzverhältnisse im Tank für Einbau, Betrieb und möglichen Ausbau 

Bei Schwimmerschaltern für den seitlichen Einbau ist zusätzlich darauf zu achten, dass die Einbauhöhe exakt dem gewünschten Schaltpunkt entspricht. Da die Messung punktuell erfolgt, lässt sich die Schaltposition nachträglich nur eingeschränkt verändern. 

Im Betrieb empfiehlt es sich, die Funktion in definierten Intervallen zu prüfen, insbesondere bei anspruchsvollen Medien oder kritischen Anwendungen. Sichtkontrollen und einfache Funktionsprüfungen tragen dazu bei, die langfristige Zuverlässigkeit des Systems sicherzustellen.

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Peter Schmid
Verkaufsmitarbeiter

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Technische Möglichkeiten, Beratung & Service bei der Reed Electronics AG

Neben der technischen Auslegung bietet Reed Electronics AG eine anwendungsnahe Beratung, die bereits in der frühen Projektphase ansetzt. Auf Basis von Angaben wie Medium, Einbausituation, Temperaturbereich, gewünschter Schaltfunktion, Biegeradius und der Platzverhältnisse im Tank werden geeignete Schwimmerschalter gemeinsam definiert und technisch abgestimmt. 

Durch die modulare Bauweise lassen sich kundenspezifische Lösungen effizient realisieren, ohne auf bewährte Komponenten verzichten zu müssen. Ergänzend unterstützt Reed bei der Auswahl geeigneter Werkstoffe, Anschlussarten und elektrischer Auslegungen sowie bei der Integration in bestehende Systeme. 

Auch über die reine Produktauswahl hinaus stehen technische Klärung, Dokumentation und projektspezifische Anpassungen im Fokus. Ziel ist eine Lösung, die nicht nur funktional passt, sondern sich auch dauerhaft zuverlässig in der jeweiligen Anwendung betreiben lässt.

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